Neuigkeiten & Veranstaltungen


Möchten Sie abonnieren?

Download

Automation Today

Nachrichten

Fallstudie

Technologieüberblick

Konvergenz in der Fertigung


Die Fertigungsindustrie durchlebt gerade eine ihrer schwierigsten Phasen. Der globale Abschwung hat den Druck, der eh schon auf den Herstellern in dieser Branche lastete, noch weiter erhöht. Produzenten müssen mit ständig wachsenden Forderungen der Kunden nach umfangreicheren Produktlinien zu niedrigeren Preisen umgehen, die Anzahl der Vorschriften steigt unaufhörlich und auch die Forderungen nach einer umweltverträglichen und nachhaltigen Produktion nehmen ständig zu.

Angesichts dieser Herausforderungen können sich Hersteller für eine von zwei Vorgehensweisen entscheiden: entweder sie ziehen sich zurück und versuchen, den Sturm zu überstehen, oder sie nutzen die Gelegenheit und entwickeln ihr Geschäft offensiver und aggressiver, um in der Krise Marktanteile zu gewinnen.

In der Vergangenheit haben offensiv orientierte Hersteller diesen Erfolg oft durch fundamentale Durchbrüche im Herstellungsprozess erreicht. Sie haben einfach neue Fertigungsangebote entwickelt. Heute sieht es jedoch so aus, als würden die Chancen aus einer anderen Richtung kommen: Konvergenz in der Fertigung.

Während der letzten zehn Jahre wurde oft von ‚Konvergenz’ gesprochen, zu oft. Doch die heutige Kombination aus technologischer Reife und ökonomischer Notwendigkeit hat die Konvergenz in der Fertigung Realität werden lassen.

Was bedeutet Fertigungskonvergenz?
Fertigungskonvergenz bedeutet das Zusammenführen von traditionell getrennten Funktionen und Systemen, um neue betriebliche Fähigkeiten zu entwickeln.

Fertigungskonvergenz unterstützt Unternehmen dabei, den vier wichtigsten Markttreibern – Produktivität, Innovation, Globalisierung und Nachhaltigkeit – zu entsprechen, indem sie neue Kombinationen aus Technologien, Personen und Prozessen zulässt. Produktivität ist seit jeher der traditionelle Markttreiber in der Fertigung gewesen. Kostengünstige Herstellung, Qualität, Durchsatzleistung und Anlagenausnutzung waren die Grundlagen für eine effektive Produktionskultur und bildeten für Jahrzehnte die Basis einer wettbewerbsfähigen Produktion.

Aber diese Vorteile sind heutzutage bereits weitestgehend ausgeschöpft und der Unternehmensdruck wird immer höher. Woher werden die nächsten großen Durchbrüche in der Produktivität kommen?

Globalisierung ist ein Thema, das heute jeder auf der Agenda hat. Sie verspricht schier endloses Marktpotenzial, bringt aber auch neue Herausforderungen im Wettbewerb wie zum Beispiel Produktstandardisierung, Produktpiraterie und die Wahrung globaler Standards. Wie können Organisationen in solch einer intensiven Wettbewerbsumgebung überleben, ohne ihre Vorgehensweisen radikal zu überdenken?

Innovation ist zwar kein neues Thema, jedoch in den letzten Jahren zusehends in den Mittelpunkt gerückt. Teilweise geschah dies auch als Antwort auf den Druck, der durch die Globalisierung entstanden ist. Klassischer Weise Sache von Erfindern und Produktentwicklern, wird heute klar erkannt, dass Innovation quer durch alle Funktionen und Organisationen geschehen muss. Fertigungskonvergenz muss hier eine maßgebliche Rolle spielen. Man stelle sich eine Welt vor, in der man seinen kompletten Arbeitsablauf digital modellieren und so neue Produktionskonzepte virtuell testen kann; Fertigungsanlagen könnten schneller entsprechend den Kundenanforderungen umkonfiguriert werden; oder Maschinenkonstruktionen könnten ihren eigenen Status, Durchsatz und Ertrag überwachen und Wartungsmitarbeiter über erforderliche Maßnahmen informieren sowie ein globales Service Center, das jeden Tag in der Woche rund um die Uhr arbeitet.

Schlussendlich ist Nachhaltigkeit ein immer wichtiger werdender Faktor im Unternehmen. Stark steigende Energiekosten erfordern eine neue Wirtschaftlichkeit in der Fertigung. Die Sicherheit von Produkten und Prozessen ist keine Option mehr; jetzt ist es Pflicht, die Risiken für Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft zu minimieren. Was wäre, wenn Energiekosten zu einer kontrollierten Variablen innerhalb der Prozesssteuerungsstrategie würden? Wie wäre es, den CO2-Footprint und die Prozess-Emissionen zu messen und in einen Vorteil für die Umwelt und das Geschäft umzumünzen?


Fertigungskonvergenz in Aktion
Alle diese Verbesserungen sind jetzt durch den Ansatz der Fertigungskonvergenz möglich. Erfolgreiche Fertigungskonvergenz nutzt die vier zentralen Automatisierungsdisziplinen – Informationen, Kommunikation, Steuerung und Energieversorgung – um das maximale Potenzial freizusetzen.
Information
Das neue Ziel ist es, Informationen im Kontext darzustellen – um so Einblicke für eine bessere Entscheidungsfindung zu finden und Wettbewerbschancen besser erkennen zu können. Heute können alle Informationsquellen optimiert werden, um die Konfiguration, Visualisierung, Instandhaltung und Optimierung von Fertigungsprozessen und von kritischen Anlagenressourcen zu ermöglichen.

Kommunikation
Der Unternehmenswert steigt, wenn IT- und Fertigungsabteilungen Informationen nahtlos und sicher gemeinsam nutzen können, während auf demselben Netzwerk mehrere Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden. Heute wird das unveränderte Ethernet-Standardnetzwerk großflächig im Werk und im Unternehmen eingesetzt, um die Datenerfassung und Echtzeitsteuerung zu ermöglichen. Neue Funktionen wie Spracheingabe, Videos und verschiedene Mobilitätsanwendungen halten Einzug in die Werksumgebung und schaffen neue Arten der Zusammenarbeit in der gesamten Fertigungsumgebung.

Steuerung
Dank der vielfältigen Steuerungsdisziplinen lassen sich Steuerungsfunktionen abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Anwendung kombinieren. Heute kann eine allgemeine und werksweit implementierte Steuerungsplattform für niedrigere Integrationskosten, kürzere Produkteinführungszeiten und geringere Wartungskosten sorgen.

Energie
Die Steuerung und Verwaltung der Energieanlage in einem Werk ist bei den extrem steigenden Kosten für Energie- und Ausfallzeiten ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil. Die Einbindung dieser Assets in die gesamte Automatisierungsumgebung ermöglicht eine bessere Koordination und Optimierung strategischer Anlagegüter.

Aber trotz der technologischen Fortschritte ist wirkliche Fertigungskonvergenz ein sehr komplexes Unterfangen. Ein Lieferant allein reicht dafür nicht aus. Rockwell Automation bietet beispielsweise konvergente Lösungen, die die eigene Technologie und Erfahrung nutzen, aber zusätzlich durch einen Mix strategischer Partnerschaften mit Unternehmen wie Cisco, Dassault Systèmes oder Microsoft unterstützt werden. Der Ansatz von Rockwell Automation basiert auf der offenen Integrated Architecture™. Hersteller können hierdurch ihr Unternehmen mit einem Informationsfluss quer durch die Organisation aufbauen, und so Wettbewerbsvorteile realisieren.

Die Barriere Mensch
Obwohl die technologischen Herausforderungen für die Fertigungskonvergenz gelöst worden sind und die ökonomische Notwendigkeit einen Wandel in den Unternehmen fordert, stellt die menschliche Komponente oft eine der wenigen Barrieren dar. Die Mauern zwischen dem Unternehmen, der IT-Abteilung und der Werksanlage bestehen bereits seit langem. Wenn aber die Hersteller diese Mauern durchbrechen und die Fertigungskonvergenz vorantreiben können, bietet die aktuell schwierige Phase die Möglichkeit, einen großen Schritt vorwärts zu machen.

Bei Interesse an weiteren Informationen senden Sie eine E-Mail an folgende Adresse: info_at@ra.rockwell.com Betreff: Convergence